Die ehemalige Bundessprecherin der Grünen Jugend, Jette Nietzard, hat sich im Podcast mit der Funke-Journalistin Melanie Ammann gegen die Abschiebung straffälliger Ausländer ausgesprochen. Statt diese nach einer Verurteilung in ihre Herkunftsländer abzuschieben, solle die Haft, so Nietzard, lieber in einem deutschen Gefängnis vollzogen werden.
Nachdem Ammann „ein großes Verständnis“ vieler Linker gegenüber straffällig gewordenen Migranten bemängelt und gefragt hatte, ob man bei solchen Personen nicht einen Schlussstrich ziehen solle, widersprach Nietzard. Zwar sei auch sie der Ansicht, dass diese Personen nicht unbeirrt in der Mitte der Gesellschaft leben könnten. Allerdings sollten sie auch nicht in ihr Herkunftsland abgeschoben werden, weil hierdurch die Bevölkerung des Herkunftslandes gefährdet würde.
„Mein Problem ist nicht der Schutzaspekt quasi von der Person. Sondern mein Problem ist der Schutzaspekt von den Menschen dann in dem Heimatland. Wir verschieben ja dann einfach das Problem“, sagte Nietzard. Es müsse daher verhindert werden, dass beispielsweise straffällig gewordene Afghanen „in Afghanistan rumlaufen und die Leute abmurksen“. Ein solches Szenario könne „nicht ihr Wunsch“ sein, so Nietzard weiter.
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