Staatsdefizit steigt auf 71,3 Milliarden Euro

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Staatsdefizit steigt auf 71,3 Milliarden Euro
Bildquelle: Tichys Einblick

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in jeweiligen Preisen ergibt sich für das erste Halbjahr 2026 eine Defizitquote von 3,1 Prozent. Der Maastricht-Vertrag legt u. a. den Referenzwert für das Staatsdefizit mit drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts fest.

Bei den Ergebnissen handelt es sich um Daten in Abgrenzung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 2010. Sie bilden die Grundlage für die Überwachung der Haushaltslage in den EU-Mitgliedstaaten nach dem Stabilitäts- und Wachstumspakt (Maastricht-Kriterien) und sind nicht identisch mit dem Finanzierungssaldo des Öffentlichen Gesamthaushalts in der Abgrenzung der Finanzstatistiken. Aus den Ergebnissen für das erste Halbjahr lassen sich den Statistikern zufolge nur begrenzt Rückschlüsse auf das Jahresergebnis ziehen.

Das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit im ersten Halbjahr 2026 ist zu großen Teilen auf das Finanzierungsdefizit des Bundes (48,1 Milliarden Euro) zurückzuführen. Dabei stieg das Defizit des Bundes im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29,0 Milliarden Euro. Die Ausgaben sind hier stärker gestiegen als die Einnahmen. Auch die Länder verzeichneten Defizitzuwächse in Höhe von 3,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und lagen damit im ersten Halbjahr 2026 bei 6,5 Milliarden Euro. Die Gemeinden verringerten hingegen ihr Defizit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,5 Milliarden Euro auf 14,8 Milliarden Euro. Die Sozialversicherung verzeichnete ein Defizit in Höhe von 1,8 Milliarden Euro, nachdem im ersten Halbjahr 2025 noch ein Überschuss in Höhe von 3,8 Milliarden Euro erzielt wurde. Dies lag insbesondere an höheren Ausgaben in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung.

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