Spaniens Regierung hat unter der Führung von Pedro Sánchez mittels eines Dekrets die faktische Legalisierung Hunderttausender illegaler Migranten ermöglicht. Durch das Stellen eines entsprechenden Antrags beim Migrationsministerium konnten Asylbewerber zwei Monate lang eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung beantragen. Ein ehemaliger Leiter der Asylbehörde der Nationalpolizei rechnet nun mit der migrationsfreundlichen Politik der sozialistischen Regierung ab. Bis zu 6 Millionen Personen könnten durch die sogenannte Massenregularisierung auf einen Aufenthaltsstatus in Spanien hoffen, warnt er.
Seit Ende April gingen bei den zuständigen Behörden insgesamt 1,3 Millionen Anträge auf eine Aufenthaltsgenehmigung ein, weitaus mehr als zunächst vorgesehen. Ursprünglich rechnete das Ministerium mit rund 500.000 Anträgen. Zwischenzeitlich wurden die Gemeindebüros regelrecht überrannt (mehr dazu hier), besonders in den großen Ballungsräumen wie Barcelona oder Madrid.
Luis Mayandía war Chefkommissar und jahrelang Leiter der Einwanderungsbehörde der Nationalpolizei. Die Abteilung ist unter anderem für den Grenzschutz, die Einwanderung und das Ausländerrecht verantwortlich. In der Sendung La Noche de Cuesta des spanischen Radiosenders esRadio warnte Mayandía eindringlich vor den Konsequenzen der Massenregularisierung. Dabei machte er auf den Familiennachzug aufmerksam, der Ausländern zusteht, nachdem sie eine verlängerte Aufenthaltserlaubnis erhalten haben.
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