Schufa: Den Deutschen geht das Geld zum Leben aus

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Schufa: Den Deutschen geht das Geld zum Leben aus
Bildquelle: Tichys Einblick

Mehr als 88.000 Menschen haben im vergangenen Jahr eine Privatinsolvenz beantragt. Das sind so viele wie seit 2021 nicht mehr. Ende 2025 hatte die Schufa bei 8,1 Prozent der Erwachsenen in Deutschland mindestens einen Negativeintrag gespeichert. Ein Jahr zuvor waren es 7,9 Prozent.

Der Zuwachs sieht klein aus, ist aber in Wahrheit bedeutend. Hinter den Zahlen warten unbezahlte Forderungen, gescheiterte Existenzen und geplatzte Lebensträume.

Besonders bedrückend ist das Ruhrgebiet. Das zeigen die Daten für alle 400 Kreise und kreisfreien Städte. In Duisburg liegt die Quote der Erwachsenen mit einem negativen Schufa-Eintrag bei 19,9 Prozent. In Gelsenkirchen sind es 19,4 Prozent.

Im früheren Kohlenpott trifft es mancherorts also fast jeden fünften Erwachsenen. Zum Vergleich: Im oberbayerischen Landkreis Eichstätt sind es 3,6 Prozent. Dort trifft es nur einen von 28 Bürgern.

Sagenhafte 7,5 Millionen Kleinkredite unter 1.000 Euro wurden im vergangenen Jahr abgeschlossen. Das sind elf Prozent mehr als noch 2024. Sie tragen inzwischen das gesamte Wachstum des Ratenkreditmarktes. Vor allem sind es Angebote nach dem Prinzip: Kaufe jetzt, zahle später.

Immer mehr Menschen verlieren da völlig den Überblick: 74.000 Schuldner bedienen mehr als zehn (!) Ratenkredite gleichzeitig. Das sind 28-mal so viele wie nur fünf Jahre vorher.

Guter Rat ist hier zwar nicht teuer, aber knapp: Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung schätzt, dass nur etwa jeder zehnte Überschuldete sich helfen lässt. Trotzdem müssen Betroffene auf einen Termin nicht selten mehrere Monate warten.

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