Baden-Württembergs Verfassungsschutz beobachtet das Deutschsprachige Islamische Zentrum Sindelfingen (DIZS) wegen „tatsächlicher Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen“. Das geht aus einer neuen Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD-Abgeordneten Daniel Rottmann und Christine Schäfer hervor. Das Landesamt für Verfassungsschutz ordnet den Verein dem „salafistischen Spektrum innerhalb des Phänomenbereichs des islamistischen Extremismus“ zu.
Nach Erkenntnissen des Landesamtes wurden bei Predigten und öffentlichen Veranstaltungen des Vereins auch salafistische Inhalte vermittelt. „Nach Einschätzung des LfV bestehen tatsächliche Anhaltspunkte dafür, dass im Rahmen der Tätigkeit des DIZS Inhalte vermittelt werden, die im Widerspruch zu wesentlichen Prinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung stehen“, heißt es in der Antwort.
Im Juni 2024 hielt der Prediger Ahmet Hoxha einen Vortrag beim DIZS. Hoxha stammt aus dem Kosovo und studierte an der Islamischen Universität in Medina, die das Ministerium als „salafistische Bildungseinrichtung“ bezeichnet. Zudem absolvierte er schariarechtliche Studien an der Universität Kuwait und arbeitet als Imam in Kuwait. Nach Angaben des Verfassungsschutzes genießt er „weltweites Ansehen in der albanischsprachigen islamistischen Gemeinschaft“.
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