Das Amtsgericht Mitte hat das Land Berlin aufgrund eines Verstoßes gegen das Antidiskriminierungsgesetz (LADG) verurteilt. Die Richterin sieht in der Datenabfrage zweier Polizisten nach einer Polizeikontrolle eine rassistische Handlung. Das Land muss einem schwarzen Mann deswegen 500 Euro Entschädigung zahlen. Darüber berichtet LTO.
Im Januar 2023 beobachten Polizisten in der Revaler Straße in Berlin-Friedrichshain, dem sogenannten „Technostrich“, einen mutmaßlichen Drogenkauf. Als sie die Personen kontrollieren wollen, flüchtet einer der Männer. Am Boden finden die Beamten ein Mikroreagenzglas mit einer verdächtigen Substanz. Der Geflohene wird als schwarzer Mann mit dunkler Kapuzenjacke und Rastalocken beschrieben.
Kurz darauf entdecken die Polizisten in einem Burgerladen auf der anderen Straßenseite einen weiteren schwarzen Mann. Er trägt ebenfalls eine dunkle Kapuzenjacke, darunter verbergen sich allerdings kurze, lockige Haare. Die Beamten verlangen seinen Ausweis, es kommt zu einem längeren Wortwechsel. Der Mann weist mehrfach darauf hin, dass seine Frisur nicht zur Täterbeschreibung passt. Dennoch führen die Polizisten eine Datenabfrage durch.
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