Über Hamam al-Hammami, der versucht hat, ein Flugzeug voller israelischer Passagiere kamikaze-mäßig abstürzen zu lassen, weiß man inzwischen mehr. Sollte er wegen des versuchten Terror-Akts verurteilt werden, droht ihm in Dubai die Todesstrafe.
Am 30. September startete Flydubai-Flug FZ1073 in Dubai Richtung Tel Aviv. An Bord waren rund 182 Menschen, davon 174 Israelis. Über Saudi-Arabien griff der Co-Pilot den Kapitän im Cockpit mit der dort befindlichen Notfall-Axt an und versuchte anschließend, die Kontrolle über die Boeing 737 MAX 8 zu übernehmen. Dem indischen Piloten gelang es trotz seiner Verletzungen gerade noch, die Cockpit-Tür zu entriegeln, dann wurde der Angreifer von israelischen Passagieren überwältigt.
Fast alle Passagiere trafen wohlbehalten in Israel ein.
Saudi-Arabien (wo als Hinrichtungsarten übrigens Enthauptung mit dem Schwert, Erschießung, Steinigung und Kreuzigung praktiziert werden) überstellte ihn in die Vereinigten Arabischen Emirate. Hamam al-Hammami ist 29 Jahre alt und als Sohn eines Omani und einer syrischen Mutter omanischer Staatsbürger.
Derzeit sind Behörden gleich mehrerer Länder damit beschäftigt, die Hintergründe der Tat auszuleuchten. Wie die Times of Israel erfahren hat, nehmen Mitarbeiter des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin Bet an der Vernehmung des Co-Piloten teil. Der Fernsehsender Channel 12 News berichtete am Montagabend, dass al-Hammami bei seiner Vernehmung angegeben hat, aufgrund des Krieges im Gazastreifen gehandelt zu haben: „Ich habe es aus Rache für Gaza getan. Ich wollte als Schahid (Märtyrer) sterben.“
Außerdem wurde bekannt, dass der Co-Pilot geplant hatte, die Boeing 737 MAX 8 in eine amerikanische Basis in Jordanien zu stürzen, falls es ihm nicht gelingen sollte, den israelischen Flughafen Ben Gurion zu erreichen. Die israelischen Sicherheitsbehörden genehmigten am Montag die Veröffentlichung dieser Information.
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