Drei Jahre nach dem Terror der Hamas ist der Hass auf Israel weltweit gewachsen. Das Massaker der palästinensischen Terroristen an mehr als 1.200 Menschen, darunter viele Kinder, Frauen und Alte, war mehr als nur eine brutale Botschaft an den jüdischen Staat. Die Ereignisse des 7. Oktober 2023 im israelischen Grenzgebiet zum Gazastreifen erinnerten jeden, der es erkennen wollte, an die ewige Existenz des Bösen in unserer Welt – und an die Entschlossenheit der islamistischen Feinde der jüdisch-christlichen Hemisphäre.
Die Verleugnung und Relativierung des offensichtlich lustvoll begangenen und demonstrativ gefeierten Massenmords und der anschließende Ausbruch von Hass auf die Juden weltweit sind nur weitere Belege für eine Welt, die aus den Fugen gerät, vor allem aber auch für den Zustand des freien Westens, der nicht mehr zwischen Gut und Böse, Wahrheit und Lüge, Opfer und Täter, Freund und Feind unterscheiden kann.
Wenn in 100 Jahren Kinder im Geschichtsunterricht über den barbarischen Angriff der Hamas auf Israel hören, wird der Lehrer viel erklären müssen – vor allem, warum ausgerechnet seit dieser tausendsten Kriegserklärung gegen Israel der Antisemitismus global ein ungeahntes Ausmaß angenommen hat, der Hass auf das kleine jüdische Volk mit gerade mal 15 Millionen Menschen weltweit so groß wurde wie noch nie seit der Gründung des winzigen Juden-Staates 1948. Falls es denn – angesichts der vielen dystopischen Bedrohungen – in 100 Jahren noch Menschen und Kinder gibt, Schulen und Geschichtsunterricht oder das Ringen um Wahrheit und Wahrhaftigkeit.
Der Geschichtslehrer im 22. Jahrhundert würde sicher auch die Filme aus Europa oder den USA präsentieren, wo Hunderttausende, vor allem junge Menschen begeistert und leidenschaftlich die Symbole und Fahnen der Terrororganisationen tragen, die Parolen der menschenverachtenden Islamisten skandieren.
Und dann würde er vielleicht die mit den Handys der Angreifer aus dem Gazastreifen aufgenommenen Videos zeigen; vermutlich in sehr dosierter Form, denn die Dokumente der Grausamkeit, Morde, Vergewaltigungen und Folterungen sind auch für Erwachsene schwer erträglich. Besonders schockierend ist der erkennbare Stolz der Terroristen auf ihre Gewaltorgien, denen Kibbuz-Bewohner ebenso zum Opfer fielen wie israelische und ausländische Besucher des Supernova-Musikfestivals unter freiem Himmel.
Die ganze Welt konnte und sollte sehen, mit welcher Genugtuung und welchem Triumph die weit mehr als 2000 überwiegend jungen Kämpfer aus dem Gazastreifen mordeten, folterten und vergewaltigten, Israelis zu unfassbaren Grausamkeiten an ihren eigenen Familienangehörigen zwangen, Leichen schändeten und schließlich 251 Geiseln verschleppten.
Das barbarische Treiben war von langer Hand geplant. Dokumente belegen, dass die islamistischen Drahtzieher des Terrors selbstgewiss aller Welt demonstrieren wollten, zu welchen Monstrositäten sie fähig waren. Jeder konnte erkennen, wes Geistes Kind die Führer und Aktivisten dieser Terrororganisationen sind, die im Namen ihres „antizionistischen, antikolonialistischen Kampfes“ nur ein Ziel kennen: die Auslöschung des jüdischen Staates, ein Palästina „From the river to the sea“, vom Jordanfluss bis zum Mittelmeer.
Die Chefideologen in der arabischen Welt und in Iran sind ausgezeichnete Kenner der Mechanismen internationaler Politik, insbesondere auch der Realitäten in den westlichen Gesellschaften. Schon kurz nach dem Massaker im israelischen Grenzgebiet warnten weltweit führende Politiker – wie Irlands Außenminister Micheál Martin, UN-Generalsekretär António Guterres oder Frankreichs Präsident Emmanuel Macron – Jerusalem vor „unverhältnismäßigen“ Militäraktionen und forderten „maximale Zurückhaltung“ zum Schutz der Zivilbevölkerung.
Es kam, wie es kommen musste. Israels Regierung erklärte der Hamas und anderen Terrororganisationen wie erwartet den Krieg, mit dem erklärten Ziel, ihre militärische und politische Herrschaft in Gaza zu zerschlagen. Das Drama nahm seinen unvermeidbaren Lauf, die Bilanz nach drei Jahren: allein im Gazastreifen wurden etwa 75.000 Araber (und 1.300 israelische Sicherheitskräfte) getötet, mehr als 170.000 Menschen wurden verletzt, darunter viele Kinder und Frauen. Die Wohngebiete sind weitgehend zerstört, ebenso die Infrastruktur.
Viele Bewohner Gazas definierten sich auch zuvor noch in dritter und vierter Generation als Flüchtlinge, obwohl sie längst in festen Wohnverhältnissen lebten und von internationalen Hilfsorganisationen versorgt wurden. Nun wurden Hunderttausende tatsächlich zu Vertriebenen im eigenen Land. Hunderttausende leben unter elender Bedingungen, auch wenn es wohl keine Region vergleichbarer Größe gibt, in die mehr internationale Hilfe – von der UN, der EU, vielen Staaten und Organisationen – fließt als in die Palästinensergebiete.
Die Kämpfer und Funktionäre der Extremistengruppen, die sich laut Umfragen der Unterstützung großer Teile der palästinensischen Bevölkerung sicher sein konnten, waren auf den Krieg vorbereitet: sie verschanzten sich in einem gigantischen Tunnelnetz, großteils unterhalb der Wohngebiete, in Kommandozentralen, Stützpunkten und Waffenlagern in oder unter Krankenhäusern, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen.
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