Im Vorfeld des Münchner Oktoberfestes (19. September bis 4. Oktober) ist es zu einer beispiellosen Zensur gekommen. Es geht um Freizügigkeit und leichte Bekleidung der Frauen. Während auf dem Christopher Street Day („Munich Pride“, 11. bis 28. Juni) alles erlaubt war, kommt zum Oktoberfest die Sittenpolizei.
Was ist geschehen? Die „Gleichstellungsstelle für Frauen“ und die „Fachstelle für Demokratie“ der Stadtverwaltung München beanstandeten die vier Damen aus Pappmaché, die über dem Eingang zur berühmten Teufelsrad-Arena angebracht sind. Eine trägt ein blaues Dirndl, eine ein sehr kurzes grünes Kleid, eine weitere Dame ist dort mit Jeans und eine vierte, eine Hawaiianerin, sitzt barfuß und obenrum leicht bekleidet. Die Figuren seien zu freizügig dargestellt, die Gleichstellungsstelle stuft die Darstellung als „sexistisch“ ein. Diskriminierend sei außerdem, dass die Dame aus Hawaii als einzige keine Schuhe trage.
Die Puppen auf dem Teufelsrad sollen zu freizügig sein.
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