Die Technische Universität München will am Dienstag in München eine Studie vorstellen, die der europäischen Klimapolitik im Verkehrssektor schwere Fehler attestiert. Unter dem Titel „Defossilisation statt Dekarbonisation“ präsentiert das Münchner Wissenschaftlerteam das Fazit, dass Elektroautos deutlich weniger klimafreundlich sind als von der EU angenommen. Bild hatte zuerst darüber berichtet.
Der Präsident der Universität, Thomas Hofmann, der die Studie initiiert hat, spricht in der Einladung zur Pressekonferenz von einer „substanziellen Fehlsteuerung der Europäischen Politik in ihrer Klimastrategie“.
Kern der Kritik ist die Annahme der EU-Klimaverordnung 2019/631, dass batterieelektrische Fahrzeuge CO2-frei und damit klimaneutral seien. Doch eine Auswertung von 19 Studien und 47 Szenarien zeigt laut der Münchner Universität: E-Autos reduzierten die CO2-Belastung gegenüber Verbrennern zwar in der Regel, aber im Durchschnitt nur um 41 Prozent. Eine Enttäuschung.
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