Trotz der immer weiteren Vereinfachung der Einwanderung aus Drittstaaten rekrutiert die große Mehrheit der deutschen Betriebe weiterhin keine Arbeitskräfte aus Staaten außerhalb der EU. Im dritten Quartal 2025 gaben rund vier Prozent aller Betriebe an, in den vergangenen zwölf Monaten Personen direkt aus einem Drittstaat eingestellt zu haben. Unter den Betrieben, die aktiv nach Mitarbeitenden gesucht hatten, waren es sechs Prozent. Das geht aus der Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.
Die Rekrutierung aus Drittstaaten konzentriert sich zudem auf größere Unternehmen. Bei Betrieben mit weniger als 20 Beschäftigten hatten lediglich zwei Prozent Arbeitskräfte aus dem Nicht-EU-Ausland eingestellt, bei Betrieben mit 50 bis 249 Beschäftigten zwölf Prozent und bei Betrieben mit mindestens 250 Beschäftigten 16 Prozent.
Zugleich zeigt sich eine hohe grundsätzliche Bereitschaft zur Beschäftigung ohne anerkannten Berufsabschluss: 57 Prozent der Betriebe würden Arbeitskräfte aus Drittstaaten ohne formell anerkannte Qualifikation einstellen. 24 Prozent nannten dies unter der Bedingung entsprechender Berufserfahrung, 19 Prozent erklärten sich uneingeschränkt dazu bereit.
BUNDESTAG: Aktuelle Stunde – Deutschland rüstet auf gegen Spionage und Sabotage | LIVESTREAM











