Nachdem Apollo News über ein sogenanntes Aktionstraining des linken Bündnisses „Widersetzen“ in der Erfurter Kaufmannskirche berichtet hat, wird der Vorgang nun an die Kriminalpolizei übergeben. Das teilte die Polizei Thüringen auf telefonische Anfrage von Apollo News mit. Demnach werde das vorliegende Material gesichert und zur weiteren Prüfung an die Kriminalpolizei weitergeleitet. Anschließend entscheide die Staatsanwaltschaft über das weitere Vorgehen. In Betracht komme dabei unter anderem, dass die Äußerungen als öffentliche Aufforderung zu rechtswidrigen Taten oder als Ankündigung strafbarer Störungen zu bewerten sind.
Zuvor hatte die Polizei Thüringen bereits auf X auf den Bericht reagiert. „Danke für den Hinweis. Dieser wird durch uns geprüft“, schrieb die Polizei dort. Bei der Veranstaltung am 10. Juni hatten Aktivisten von „Widersetzen“ ihr Vorgehen gegen den AfD-Bundesparteitag geplant, der am 4. und 5. Juli in Erfurt stattfinden soll. Das Bündnis kündigt auf seiner Webseite an, den Parteitag „durch massiven, zivilen Ungehorsam“ verhindern zu wollen.
In der Kaufmannskirche erklärte eine Sprecherin des Bündnisses, wie Sitzblockaden durch einen „kollektiven Regelübertritt“ organisiert werden sollen. „Die Idee ist schon (…) ein bewusster Regelübertritt, also wir überschreiten sozusagen Gesetze, die gerade gelten, weil wir es für legitim erachten!“, sagte sie. Weiter erklärte die Aktivistin: „Weil wir es für legitim halten, übertreten wir die Regeln und stellen uns ihnen [der AfD] in den Weg, auch wenn die Polizei sagt, dass wir wegbleiben sollen!“ Eine Sprecherin sagte zudem: .„Wir sagen, was wir machen. Wir kündigen das an. Wir haben es überall gesagt und wir halten uns einfach an das, was wir sagen!“.
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