Muskeln sind rechts: Das ist, zugespitzt formuliert, die These, mit der Extremismusexpertin Julia Ebner derzeit Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ebner hat ein Buch geschrieben, in dem sie behauptet, „Rechte“ hätten die Fitness- und Kampfsportkultur gekapert. Dabei ist die Realität inzwischen längst eine andere: Migrantisch geprägte Kampfsport-Studios boomen und dass die linke Kampfsportszene immer weiter wächst, berichtet selbst die taz. Die Warnung vor rechten Muskeln verrät vor allem eines: wie sehr linke Milieus mal wieder darum ringen, ihre Deutungshoheit über das Männerbild zu bewahren.
„Die Fitness- und Kampfsportkultur manch radikaler Bewegung weist deutliche Parallelen zu den Fitness- und Kampfübungen der Hitlerjugend in den Dreißigerjahren auf“, behauptet Extremismusexpertin Julia Ebner in einem aktuellen Interview mit dem Spiegel und erklärt außerdem: „In rechten Subkulturen sind Muskeln nicht nur Muskeln, nicht nur ein Signal dafür, dass jemand gern Sport treibt, dass er gesund lebt und sich fit hält. Muskeln haben für Rechte einen politischen Wert. Der Fitness-Lifestyle ist ein sehr effektiver Motor für Radikalisierung.“
Die Inszenierung des fitten männlichen Körpers habe eine „geopolitische Dimension“. Ebner hat ein Buch geschrieben, in dem sie diese Behauptungen ausformuliert. Titel: „Von Fitness zu Faschismus – Gefahren extremer Männlichkeit“.
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