Ein schöner Juliabend in München. Im an den Olympiapark grenzenden Stadtteil Schwabing fahren die blonden Schwabing-Muttis ihre Kinder im Lastenrad nach Hause in den Altbau, während auf der schicken Hohenzollernstraße in den französischen Austernläden der Rosé entkorkt wird.
Wer nicht auf sein Erbe oder seinen Job bei der Stadt anstößt, radelt vielleicht ein paar hundert Meter weiter, um sich mit 19.000 weiteren Menschen das Konzert der Toten Hosen anzusehen. Für 75–95 Euro gibt’s einen Stehplatz im Innenraum, für 90–120 Euro einen Sitzplatz, denn Band und Fans haben Rücken – manche zumindest.
Hier stehen und sitzen sie also, auf dem Hans-Jochen-Vogel-Platz oberhalb des Olympiasees. Vom Olympiaberg schwärmte selbst Taylor Swift bei ihren Konzerten im Sommer 2024, und dort jubelten Fans Musikmillionären zu, die seit 44 Jahren gegen das Establishment ansingen, dabei aber selbst immer unglaubwürdiger wurden. Da gibt’s einen neuen Song namens „Lass mal nicht machen“. „Mit dem SUV zum Klimastreik“ oder „Am Weltfrauentag im Rammstein-Pullover“. Oder als privilegierter Mensch mit anderen privilegierten Menschen so tun, als sei das auch in München durchaus präsente Migrationsproblem nur etwas für rechte Dumpfbacken.
IRAN-KRIEG: "Konkreter Plan" der Mullahs! Israel warnt US-Präsident Trump vor Mordanschlag I LIVE










