Auf dem Bundesparteitag der Linken in Potsdam wurde der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano am Samstag zum neuen Co-Parteichef gewählt – allerdings mit einem blamablen Abstimmungergebnis. Pantisano erhielt lediglich 53 Prozent der Stimmen. Hinzu kommt, dass sich der neue Linken-Chef gegen keinen Gegenkandidaten behaupten musste.
Zuvor äußerte Pantisano noch, sein Wunschziel sei eine Mehrheit von 70 Prozent. Während Pantisano nur knapp die Mehrheit der Delegierten von sich überzeugen konnte, wurde Co-Chefin Ines Schwerdtner mit insgesamt 87 Prozent in ihrem Amt bestätigt.
Pantisanos Vorgänger Jan van Aken verzichtete aus gesundheitlichen Gründen auf den Parteivorsitz. In seiner Abschiedsrede verkündete van Aken, dass die Linke auf dem Weg zur „sozialistischen Volkspartei“ sei, und sprach von einem Wählerpotenzial von 20 Prozent. „So viele Menschen hier in Deutschland wollen das, was wir auch wollen“, erklärte der ehemalige Linken-Chef.
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