Söder bestätigt indirekt: wer CDU in Sachsen-Anhalt wählt, wählt Linke

vor etwa 2 Stunden

Söder bestätigt indirekt: wer CDU in Sachsen-Anhalt wählt, wählt Linke
Bildquelle: Tichys Einblick

Es ist gut, dass Markus Söder aus Bayern vor der Wahl in Sachsen-Anhalt Klartext redet, wenn auch ungewollt, wenn auch indirekt und verklausuliert, dennoch deutlich. Zuweilen verrutscht auch die Maske beim ständigen Maskenwechsel.

Von der Rheinischen Post auf die möglicherweise komplizierte Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt befragt, antwortet Söder: „Sven Schulze hat als Ministerpräsident bereits bewiesen, was in ihm steckt. Er ist ein starker Regierungschef. Jetzt kommt die Bewährungsprobe. Wir sind optimistisch, dass er eine gute und konstruktive Regierung bilden kann – auch wenn es nicht mit klassischen Mehrheitsverhältnissen funktioniert, sondern möglicherweise mit Tolerierungen durch Parteien, bei denen sich uns normalerweise alle Haare sträuben würden.“ Alle Haare würden sich bei den Linken sträuben und einige Haare bei der AfD.

Aber so denkt man selbstverständlich hinter dem Antifaschistischen Brandmauer-Schutzwall nicht, denn die Rheinische Post fragt nach: „Sie meinen die Linke? Anders wird es rechnerisch wahrscheinlich nicht funktionieren.“ Das ist natürlich Unfug – und Söder könnte jetzt sagen, dass es mit der AfD „rechnerisch“ noch besser „funktionieren“ würde. Sagt Söder nicht. Söder hätte salomonisch ausweichen und nur den Fakt benennen können, dass es rein rechnerisch mit der AfD ganz sicher oder womöglich mit dem Linksblock aus SED-Linken, der SPD und den Grünen ginge. Sagt er aber auch nicht, sondern verweist darauf, dass „die Wahl von Sven Schulze zum Ministerpräsidenten…gegen Ende der Wahlperiode mit großer Unterstützung verschiedener politischer Kräfte erfolgt ist. Das zeigt: Jeder in Sachsen-Anhalt weiß, was die Stunde geschlagen hat.“ Heißt, die Stunde schlägt für die Block-Partei CDU, die unter der SED-Linken, den Ministerpräsidenten stellen darf.

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