Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) warnt die Berliner Grünen vor einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei.
Mit einer Partei, die offen antisemitisch agiere, könne man nicht zusammenarbeiten, sagte er dem Spiegel. „Das ist vollkommen ausgeschlossen. Es sei denn, dass sie das glaubwürdig korrigiert.“ Den Antisemitismus in Teilen der Linken nannte er aufschlussreich. Er zeige, dass das moralische Gehabe und die illusionären Gerechtigkeitsversprechen der deutschen Linken auf einem wackeligen Fundament stünden.
Auch von den Enteignungsplänen der Berliner Linken hält Kretschmann nichts. Wer die Idee gut finde, müsse fragen, wie sie praktisch durchführbar sei. Dann stelle man fest, dass sie keinen Sinn ergebe. Das Grundgesetz erlaube Enteignung nur gegen Entschädigung. Er wisse nicht, wie das in Zeiten der Verschuldung bezahlbar sei. Zudem müssten die Mieten nach den Erwartungen dramatisch sinken, dann habe man noch weniger Geld. „Da blamiert sich die Idee an der Wirklichkeit.“
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