Selbst deutsche Klima-Minister wollen kein E-Auto

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Selbst deutsche Klima-Minister wollen kein E-Auto
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Ausgerechnet mehrere Politiker mit Umwelt- und Klimaschutz im Amtstitel haben ihre Elektroautos gegen Plug-in-Hybride ausgetauscht. Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) kommt damit laut Deutscher Umwelthilfe auf einen rechnerischen CO2-Ausstoß von 153 Gramm je Kilometer. Die größte CO2-Schleuder unter den Umweltministern fährt Armin Willingmann (SPD) aus Sachsen-Anhalt.

Wer beruflich für den „Klimaschutz“ zuständig ist, fährt nicht zwangsläufig besonders klimafreundlich. Das zeigt der neue Dienstwagen-Check der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Besonders auffällig ist Hamburgs Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, Katharina Fegebank von den Grünen. Sie wechselte nach Angaben der Organisation von einem Elektroauto auf einen Plug-in-Hybrid.

Fegebanks Mercedes-Benz E300e kommt laut Berechnung der DUH auf 153 Gramm CO2 je Kilometer. Damit liegt das Fahrzeug deutlich über der von der Organisation verwendeten Bewertungsgrenze von 93,6 Gramm. Diese orientiert sich am EU-Flottenziel für Autohersteller, wird von der DUH aber auf einzelne Dienstwagen übertragen. Fegebank erhält von der Umwelthilfe dafür eine rote Karte.

Selbst eine Grüne will als Umweltsenatorin nicht auf den Verbrenner verzichten.

Auch Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) tauschte sein Elektroauto gegen einen Plug-in-Hybrid. Sein BMW 530e verursacht nach dem Berechnungsmodell der DUH 147 Gramm CO2 je Kilometer. Der durchschnittliche Wert der gesamten Hamburger Senatsflotte liegt bei 117 Gramm.

Den höchsten rechnerischen CO2-Ausstoß unter den Umweltministern von Bund und Ländern verursacht ausgerechnet Sachsen-Anhalts Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt, Armin Willingmann. Der SPD-Politiker fährt einen Audi A8 L 60 TFSI e quattro. Die DUH errechnet für den Plug-in-Hybrid 192 Gramm CO2 je Kilometer.

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