Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eindringlich vor rechtsgerichteten Kräften gewarnt. Beim Bürgerfest in der Villa Hammerschmidt in Bonn appellierte er an die Bevölkerung, sich aktiv für den Erhalt der Demokratie einzusetzen. „Völkisches Denken und nationalistische Abschottung sind keine Antwort auf globale Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“, so Steinmeier laut vorab veröffentlichtem Redetext, über den die Welt berichtete.
Weiter erklärte er: „Freiheit, Rechtsstaat und Demokratie. Das müssen wir vor denen schützen, die all das verachten und mit Füßen treten.“ Bonn habe historisch einen hohen Stellenwert für die deutsche Demokratie nach der NS-Zeit. Dort seien die Fundamente für das Grundgesetz, für Weltoffenheit, internationale Kooperation und gute Nachbarschaft in Europa gelegt worden. „Ich finde, wir haben allen Grund, darauf stolz zu sein und das, was hier begonnen hat, weiterzutragen an künftige Generationen.“
Der Bundespräsident warnte zudem abermals vor den Folgen des Klimawandels. „Nicht erst seit der Katastrophe von Nepal sollte doch klar sein: Nur als globale Verantwortungsgemeinschaft haben wir eine Chance, den Trend der immer weiter voranschreitenden Erderwärmung umzukehren und die menschliche Zivilisation auf nachhaltige Grundlagen zu stellen. Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr internationale Zusammenarbeit“, meinte Steinmeier.
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