Die Antisemitismus-Meldestelle der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 671 antisemitische Vorfälle in Österreich dokumentiert. Bei 353 Fällen und damit mehr als der Hälfte stellte sie einen muslimischen oder linken Hintergrund fest. Insgesamt bleibt die Zahl der erfassten Vorfälle mehr als doppelt so hoch wie vor dem Hamas-Terrorangriff vom 7. Oktober 2023.
Nach Einschätzung der Meldestelle hatten 191 Vorfälle einen muslimischen und 162 einen linken Hintergrund. Ein rechter Hintergrund wurde bei 147 Fällen festgestellt. Bei weiteren 171 Vorfällen war keine eindeutige ideologische Zuordnung möglich, wie die IKG am Donnerstag mitteilte.
Unter den dokumentierten Vorfällen waren zwölf körperliche Angriffe, 18 Bedrohungen und 68 Sachbeschädigungen. Außerdem erfasste die Meldestelle 226 Massenzuschriften und 347 Fälle verletzenden Verhaltens.
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