Sind Herzprobleme Folge von Windparks? Mainzer Studie stellt Zusammenhang her

vor etwa 2 Monaten

Sind Herzprobleme Folge von Windparks? Mainzer Studie stellt Zusammenhang her
Bildquelle: Tichys Einblick

Der Kreis Paderborn taucht in einer medizinischen Auswertung auf, die derzeit vor allem in den betroffenen Kommunen für Aufmerksamkeit sorgen dürfte. Eine Arbeitsgruppe der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz hat untersucht, ob es in Gemeinden mit starkem Windenergieausbau häufiger zu bestimmten Herz-Kreislauf-Diagnosen kommt als in Gemeinden mit deutlich weniger Windkraftanlagen.

Im Mittelpunkt stehen Borchen und Lichtenau auf der einen sowie Delbrück und Hövelhof auf der anderen Seite. Die Mainzer Arbeitsgruppe wertete nach eigenen Angaben Daten der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe aus. Betrachtet wurden neue Diagnosen von Herzinsuffizienz und bedrohlichen Herzrhythmusstörungen im Zeitraum von 2015 bis 2024.

Der Unterschied zwischen den Vergleichsgruppen ist groß. Für Borchen und Lichtenau nennen die Autoren 224 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 533 Megawatt. Delbrück und Hövelhof werden mit acht Anlagen und 14 Megawatt geführt. Auch die Einwohnerzahlen unterscheiden sich: Die Kontrollgruppe Delbrück/Hövelhof umfasst laut Auswertung 49.700 Einwohner, die Gruppe Borchen/Lichtenau 25.550 Einwohner.

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