Die Kosten für Wohneigentum steigen weiter an. Laut einer Erhebung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) war im dritten Quartal dieses Jahres eine deutliche Verteuerung zu beobachten: Zwischen Juli und September erhöhten sich die Preise für Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorquartal um durchschnittlich 1,2 Prozent, während Einfamilienhäuser um 1,3 Prozent teurer wurden. Annualisiert – also hochgerechnet aufs Jahr – entspricht das einer Steigerungsrate von etwa fünf Prozent.
Besonders hoch sind die Immobilienpreise in den Metropolen – und auch dort legen sie im Quartalsvergleich deutlich zu: in Düsseldorf um 1,6 Prozent, in Leipzig um 1,0 Prozent und in Stuttgart um 0,6 Prozent. In Leipzig wurde damit sogar das bisherige Rekordniveau überschritten. Knapp ein Prozent liegen die Preise in der größten Stadt Sachsens über dem bisherigen Höchststand des Immobilienbooms Mitte 2022.
Im bundesweiten Durchschnitt liegt das Preisniveau immer noch unter den Spitzenwerten von 2022 – bei Eigentumswohnungen um rund zehn Prozent, bei Einfamilienhäusern um etwa zwölf Prozent. Damals reagierten die Zentralbanken auf den Anstieg der Verbraucherpreise mit Zinserhöhungen, was die Immobilienpreise dämpfte. Angesichts der sich aktuell abzeichnenden Preisanstiege rechnen die Experten jedoch damit, dass 2027 bundesweit neue Höchststände auf dem Immobilienmarkt erreicht werden. „Bei Fortsetzung der Steigerungsraten des aktuellen Quartals würden die Immobilienpreise erst Ende 2027 ein neues Allzeithoch erreichen“, prognostizieren die IfW-Forscher.
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