Was für ein Skandal: Fußballer Felix Nmecha ist Christ, und er zeigt es. Der DFB „sucht mit ihm das Gespräch“, ganz offensichtlich atheistische Kommentatoren unterstellen abwegige Dinge, die sie wohl für christlich halten, und TV-Sender fragen, ob christliche Gesten im Stadion erlaubt seien. Eine Gesellschaft verleugnet ihre Wurzeln.
Ich bin Christ und kein Fußball-Fan. Das Christentum ist die einzige Verbindung zwischen uns. Und es ist die innigste, unzerreißbarste, intensivste. Wir blicken auf denselben Gott und seine Schöpfung. Als preußischer Protestant zeige ich meinen Glauben weniger, trage ihn nicht vor mir her, sondern bin an „das Wort“, die Botschaft, den Geist Jesu gebunden, weniger an Gesten, Rituale oder Madonnenbilder aus Gips. Für viele Christen weltweit sind sinnlich erfahrbare Zeichen des Glaubens wichtig für die Vergewisserung der Gegenwart Gottes und die Zugehörigkeit zu seiner Gemeinschaft. Für mich sind weltliche, vergängliche Dinge weniger wichtig als die Gewissheit, mich in SEINER Welt zu bewegen. Der Versuch, christliche Regeln zu leben, kann für uns Menschen immer nur Stückwerk bleiben. Aber wir sollten ihn dennoch nicht aufgeben.
Wer Felix Nmecha für seinen Glauben kritisiert und verlangt, dass er ihn als eine Art stilles Hobby für den Hausgebrauch lebt, hat nichts verstanden. Den Glauben zu verstecken, ist für Christen schlichtweg keine Option.
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