Die Kreise um Anthony Fauci werden enger. Nun ist ein enger Fauci-Mitarbeiter ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Der 78-jährige ausgebildete Kinderarzt, aber hauptsächlich Gesundheitsbeamte David Morens, ein ehemaliger leitender Berater am Nationalen Institut für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID), bekannte sich am Dienstag schuldig. Er gab zu, an einer Verschwörung zur Umgehung der Gesetze über öffentliche Akteneinsicht beteiligt gewesen zu sein und konkret Regierungsdokumente verheimlicht zu haben, in denen es um öffentliche Fördermittel und die Covid-19-Pandemie ging. Damit bestätigt sich, was Republikaner im Kongress vor zwei Jahren formulierten: Es gab „eine Verschwörung auf höchster Ebene“ am NIAID/NIH (National Institutes of Health), um den Ursprung der Corona-Epidemie zu verschleiern.
Morens drohen nun fünf Jahre Gefängnis. Denn er wurde im Gegensatz zu Fauci vom Biden-Team nicht auf den letzten Metern der Macht per automatischer Unterschrift (Autopen) begnadigt. Pech gehabt, könnte man nun sagen, die Kleineren beißen die Hunde. Aber auch die Frage, ob die Autopen-Begnadigungen durch einen dementiell erkrankten Präsidenten gültig sind, bleibt vollkommen offen. Wenn sie im Fall von Anthony Fauci gültig war, dann hätte der Ex-NIAID-Chef kein Aussageverweigerungsrecht mehr. Wenn sie nicht gültig war, dann droht auch Fauci eventuell ein Prozess.
Für Beobachter der Entwicklungen ist Morens’ Geständnis „ein wichtiger erster Schritt, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, die die rücksichtslose Forschung in Wuhan finanziert haben“.
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