In einer exklusiven Recherche von Apollo News erhebt der frühere DDR-Grenzsoldat Axel Krause schwere Vorwürfe gegen Sven Hüber, der in der DDR Politoffizier war und heute Funktionär der Gewerkschaft der Polizei ist. Der DDR-Historiker Hubertus Knabe ordnet die Zeitzeugenberichte für Apollo News ein. Dabei geht es unter anderem um eine konsequente Umsetzung des Schießbefehls, die Demütigung politischer Gegner und eine Degradierung fürs Danebenschießen (zur Video-Dokumentation).
Knabe beschreibt die Rolle der Politoffiziere in der DDR als „eine Art Gesinnungsoffizier“. Die Politoffiziere vertraten die Staatspartei SED in der Nationalen Volksarmee und sollten dafür sorgen, dass die Soldaten politisch auf Linie blieben. „In den DDR-Grenztruppen wurde, wie schon in der Roten Armee, getrennt zwischen der militärischen Führung und der politischen Führung.“
Die Politoffiziere seien in der DDR für die sogenannte „Rotlichtbestrahlung“ zuständig gewesen. Sie sollten, so beschreibt es der Historiker, die Grenzsoldaten so beeinflussen, dass sie „gnadenlos Maschinengewehrfeuer“ auf einen meist gleichaltrigen Flüchtling eröffneten.
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