„100.000 Templer“, „Eingang zur neuen Welt“ und „Jesus“ – Verrücktheiten aus dem Reichsbürger-Prozess

vor etwa 18 Stunden

„100.000 Templer“, „Eingang zur neuen Welt“ und „Jesus“ – Verrücktheiten aus dem Reichsbürger-Prozess
Bildquelle: NiUS

Im Frankfurter Reichsbürgerprozess hat das Bild einer straff geführten „Gruppe Reuß“ längst erhebliche Risse bekommen. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass sehr unterschiedliche Beteiligte in den Corona-Jahren jeweils ihren eigenen verrückten Film fuhren. Zusammengehalten wurden sie jedoch von einem gemeinsamen Glauben – an eine geheime weltweite „Allianz“, die Deutschland befreien und den ersehnten Systemwechsel herbeiführen werde.

Besonders drei Personen spielten dabei eine gewichtige Rolle: Marco van H., der angebliche Allianz-Insider, Ruth L., die astrologische Legitimatorin, und Thomas T., der Seher. NIUS war beim Frankfurter Prozess vor Ort und erhielt aus dem Münchner Parallelverfahren weitere Einblicke in die ideologische Kuriositätenwelt hinter den angeklagten Umsturzplänen.

Am Dienstag sagte der Angeklagte Peter W. aus und wurde von den Verteidigern befragt, als Zeuge allerdings. Dabei berichtete er von gemeinsamen Treffen, die wohl auf Reuß’ Anwesen stattgefunden hatten. Unter erheblichem Alkoholeinfluss hätten sich Beteiligte dort für historische Persönlichkeiten gehalten. Er selbst werde vom Alkohol lediglich heiter, dann müde und schlafe schließlich ein. Er habe auch „kein weißes Gewand“ angehabt, fügte der Angeklagte hinzu – was unter den Zuschauern im Gerichtssaal Gelächter auslöste.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von NiUS

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von NiUS zu lesen.

Weitere Artikel