Der Spion, der zuviel verkaufte! Jetzt sitzt erstmals ein ehemaliger Präsident des Bundesnachrichtendienstes wegen des Verdachts auf Spionage in Untersuchungshaft. Gegen den 80-jährigen August Hanning erließ der Bundesgerichtshof am Mittwoch Haftbefehl. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm unter anderem geheimdienstliche Agententätigkeit, landesverräterische Ausspähung und versuchten Landesverrat vor.
Hanning weist die Vorwürfe zurück. Sein Anwalt räumt zwar ein, dass sein Mandant vertrauliche Unterlagen besessen habe. Daraus lasse sich jedoch keineswegs ableiten, dass Hanning geheime Informationen an ausländische Stellen weitergegeben oder sich dafür bezahlen lassen habe. Sein Mandant werde „zu Unrecht verfolgt“, erklärte der Anwalt.
Im Zentrum der Ermittlungen steht Hannings früherer Büroleiter Manfred D. Auch er hat Haftbefehl erhalten, sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Nach Darstellung der Bundesanwaltschaft sollen beide bereits 2010 vereinbart haben, dass der Büroleiter Hanning gegen Bezahlung fortlaufend sensible Erkenntnisse aus dem BND beschafft.
phoenixRunde : Koalitionstreffen - Herbst des Streits statt der Reformen?











