Die Linkspartei Sachsen-Anhalt ruft in ihrem Wahlprogramm zu einem „entschiedenen“ Kampf gegen evangelikale, also konservative Christen, auf. In der Präambel heißt es: „Die Linke setzt sich dafür ein, dass religiöser Fundamentalismus, sei er christlich-evangelikaler oder jihadistischer Prägung, durch Intervention, Aufklärungsarbeit, Prävention und zivilgesellschaftliche Initiativen entschieden bekämpft wird.“
Der Begriff „evangelikal“ meint keine bestimmte Konfession, sondern bezeichnet konservative Protestanten aus verschiedenen Konfessionen wie Pietisten, Methodisten oder Puritanern aus Deutschland, England, den USA und weiteren Ländern. Evangelikale Christen zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Wichtigkeit einer persönlichen Beziehung zu Jesus als Gott und Erlöser betonen.
Sie sehen die Bibel als unfehlbares Wort Gottes und als weisungsgebend für den Alltag an. Gesellschaftspolitisch vertreten sie daher konservative Positionen: Die Ehe gilt nur als lebenslanger Bund zwischen einem Mann und einer Frau; Abtreibungen werden abgelehnt, ebenso die Vorstellung zahlreicher Geschlechter.
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