Die Grünen-Politikerin, die in den vergangenen Wochen erneut für zahlreiche negative Schlagzeilen gesorgt hat, wird laut dpa als Professorin für Global Leadership und Co-Direktorin des Masterprogramms „Master of Public Administration in Global Leadership“ an der School of International and Public Affairs (SIPA) tätig sein. Die praxisorientierte Vollzeitstelle ist auf drei Jahre angelegt und trägt den Titel „Professor of Professional Practice“ – eine Position, die erfahrene Praktiker aus Politik und Diplomatie für herausragende berufliche Leistungen außerhalb der klassischen Wissenschaft ehren soll.
Das zehnmonatige MPA-Programm richtet sich gezielt an Führungskräfte mit mindestens zehn Jahren Berufserfahrung, die ihre Kompetenzen in globaler Führung ausbauen wollen. „Lernen Sie von globalen Führungskräften“ wirbt die Universität. Baerbock bringe als ehemalige Außenministerin und UN-Präsidentin praktische Erfahrung aus internationalen Krisen, der feministischen Außenpolitik und multilateralen Verhandlungen mit.
Die Columbia University steht seit 2024 unter massiver Kritik: Propalästinensische Studenten und Aktivisten errichteten Protestlager auf dem Campus, stürmten Hörsäle und lösten Polizeieinsätze aus. Die damalige Rektorin Nemat „Minouche“ Shafik trat im August 2024 zurück. Später strich die US-Regierung unter Präsident Donald Trump Fördergelder in Höhe von 400 Millionen Dollar, weil die Hochschule „angesichts der anhaltenden Belästigung jüdischer Studenten untätig geblieben“ sei. Die Unruhen haben die Elite-Uni schwer belastet und zu Entlassungen sowie anhaltenden Debatten über Antisemitismus und Meinungsfreiheit geführt.
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