Was tut man nicht alles für ein wenig Medienpräsenz? Im Falle des Deutschen Gewerkschaftsbunds stellt sich die Sache relativ simpel dar: Aus den unterschiedlichen Debattenbeiträgen linker und ganz linker Parteien zur Steuerpolitik hat der DGB die größten Sünden gegen Leistungsgerechtigkeit und Standortpflege zusammengetragen und präsentiert eine flüchtige Stichpunktsammlung steuerpolitischer Abzocke.
Zur besseren Vermarktung wurde dieses Pamphlet der Grausamkeiten in die bekannte ressentimentgeladene Umverteilungsprosa getaucht – et voilà, das nächste deutsche Wirtschaftswunder, verwurstet aus Umverteilungslogik und Funktionärssprech, steht schon vor der Tür.
Selbstverständlich soll der Spitzensteuersatz von 42 auf 49 Prozent angehoben werden – eine immer leicht verkaufte Forderung: Starke Schultern sollen endlich ihren Anteil zur Finanzierung des Staates leisten. Dass die oberen 10 Prozent der Einkommensbezieher bereits etwa 55 Prozent des Einkommensteueraufkommens beitragen, verschweigt selbstverständlich auch der DGB auf seinem strammen Linkskurs.
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