DEUTSCHE HELDEN: „Hermann der Cherusker“ lebt – seht Euch vor, Ihr Windbarone!

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DEUTSCHE HELDEN: „Hermann der Cherusker“ lebt – seht Euch vor, Ihr Windbarone!
Bildquelle: Deutschland Kurier

Hoch erhoben über dem Teutoburger Wald thront das Denkmal des Cheruskerfürsten „Arminius“. Der römische Geschichtsschreiber Tacitus rühmte den germanischen Feldherrn als „Befreier Gemaniens“, nachdem er im Jahr 9 n. Chr. drei römische Legionen in der Varusschlacht vernichtend geschlagen hatte.

Gelebt hat „Arminius“ also vor mehr als 2.000 Jahren. Der Name „Hermann der Cherusker“ entstand erst im 16. Jahrhundert und geht vermutlich auf Martin Luther zurück. Der stolze Fürst des mächtigen germanischen Stammesverbandes der Cherusker gilt historisch als deutscher Nationalheld. Im 19. Jahrhundert wurde „Hermann“ zur Symbolfigur für deutsche Einheit und Freiheit, gegen fremdländische Unterjochung.

Wer heute im Westfälischen durch den Teutoburger Wald wandert, kann dem sagenumwobenen deutschen Nationalhelden sozusagen persönlich begegnen. Dort, in der Nähe von Detmold, erhebt sich der Cheruskerfürst in Überlebensgröße – und zwar in Gestalt des gigantischen Hermannsdenkmals. Mit einer Figurhöhe von 26,57 Meter und einer Gesamthöhe von 53,46 Meter war es bei seiner Errichtung im Jahr 1875 die höchste Statue der westlichen Welt. Erst mit der Freiheitsstatue entstand elf Jahre später in New York ein noch größeres vergleichbares Bauwerk. Die höchste Statue Deutschlands ist das Hermannsdenkmal bis heute geblieben. Es steht seit 1985 unter Denkmalschutz.

„Arminius“, wie ihn die Römer respektvoll nannten, war es keineswegs in die Wiege gelegt, gegen die Besatzer Germaniens zu kämpfen. Geschweige denn, ihnen eine vernichtende Niederlage beizubringen und sie für alle Zeiten aus „Teutonien“ zu vertreiben. Denn sowohl sein Vater Sigimer, sein Bruder als auch er selbst gehörten innerhalb ihres Stammes dem pro-römischen Lager an und dienten sogar im römischen Heer.

Schon im zarten Knabenalter von elf Jahren wurde „Arminius“ als Geisel zur Sicherung des Gehorsams gegenüber der Besatzungsmacht nach Rom geschickt. Doch als Sohn eines hohen Stammesfürsten war er eine privilegierte Geisel. Er lebte im unmittelbaren Umfeld der römischen Führungsschicht und lernte dort Lesen und Schreiben sowie Rhetorik. Der spätere Kaiser Tiberius lud ihn oft zu sich ein und fand Gefallen am großen Interesse des Jungen am römischen Militärwesen.

„Arminius“ gab sich loyal und ließ sich zum Offizier der römischen Armee ausbilden. Bald war er einer der jüngsten Tribune des Reiches und galt als, wie man heute sagen würde, gelungenes Beispiel für Integration.

Als es in den Jahren sechs und sieben unserer Zeitrechnung auf der Balkan-Halbinsel im Südosten Europas zu Aufständen der Pannonier (indogermanische Stämme) kam, kämpfte „Arminius“ im römischen Heer und erwarb sich durch seine Tapferkeit das römische Bürgerrecht sowie den Rang eines Ritters.

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