Thomas de Maizière gab gestern bei Lanz eine eindrückliche Demonstration der Abgehobenheit, Arroganz und Wirklichkeitsblindheit von Deutschlands dysfunktionalen Eliten, vom feisten Leben in Neu-Versailles. Der Mann, der bisher immer auf die eine oder andere Art von Steuergeldern lebte, der über eine fürstliche Pension verfügt, mokierte sich bei Lanz kaltschnäuzig:
„Wenn jetzt meinetwegen Medikamente, die Zuzahlung zu Medikamenten angehoben wird, die seit zehn Jahren nicht angehoben worden ist, ist das nicht eine Versündigung an der Bevölkerung. Das stimmt einfach nicht. Und deswegen sage ich, dass die Erwartungshaltung an die Regierung, die alle Probleme löst, ohne dass es irgendeinen Beitrag der Bevölkerung gibt, die geht nicht auf.“
Dem feinen Herrn de Maizière dürfte entgangen sein, dass die „Bevölkerung“ ständig Beiträge leistet, manche sogar aus Gründen von Regierungspfusch leisten muss. Die Pointe lautet, dass Merkels und de Maizières Turbo-Einwanderung in die Sozialsysteme selbige in Schieflage brachte. Die Erhöhung der Beiträge, auch über den Umweg der Streichung von Leistungen oder der Erhöhung von Zuzahlungen, in der Gesetzlichen Krankenversicherung ist eine direkte Folge davon, dass Merkel und auch de Maizière Millionen Leute ins Land geholt haben, die keine Beiträge zahlen, die nichts beitragen, aber versorgt werden auf Kosten derer, die Beiträge bezahlen.
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