In der CDU herrscht große Unruhe, nachdem mit Tobias Rausch erstmals ein AfD-Politiker zum Landtagspräsidenten gewählt worden ist. Der AfD-Politiker erhielt bei der Abstimmung im Landtag von Sachsen-Anhalt vier Stimmen mehr, als AfD und BSW gemeinsam aufbringen. Führende Vertreter der Bundes-CDU reagieren empört und fordern eine Aufklärung der Wahl.
CDU-Vize und Bundesfamilienministerin Karin Prien etwa bezeichnete eine mögliche Unterstützung Rauschs durch CDU-Abgeordnete gegenüber dem rbb als „vollkommen inakzeptabel“. Noch sei nicht geklärt, wer bei der geheimen Abstimmung für den AfD-Politiker gestimmt habe. Die CDU habe jedoch klare Beschlüsse zum Umgang mit der AfD, betonte Prien. Dazu gehöre auch, AfD-Kandidaten nicht mit eigenen Stimmen zu unterstützen.
Auch CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann übte scharfe Kritik. Gegenüber der Funke Mediengruppe bezeichnete sie die Wahl Rauschs als „schweren Schlag“ für die Christdemokraten. Die Unterstützung einer extremistischen Partei oder einer von ihr geführten Regierung sei nicht mit den Werten der CDU vereinbar. Zugleich forderte Hoppermann eine Aufklärung darüber, woher die zusätzlichen Stimmen für Rausch kamen.
Bundestag: Aktuelle Stunde zur finanziellen Unterstützung der Ukraine | 07.10.2026











