In der ARD-Talkshow Maischberger haben am Dienstagabend der Linken-Grande Gregor Gysi und CDU-Vordenker Andreas Rödder über die Ereignisse in Sachsen-Anhalt diskutiert, wo Tobias Rausch zum ersten AfD-Landtagspräsident Deutschlands gewählt wurde. Gysi fiel dabei nicht nur damit auf, dass er die AfD in eine Reihe mit dem Nationalsozialismus stellte, sondern auch damit, dass er ihr vorwarf, bis zu 25 Prozent aller Menschen in Deutschland abschieben zu wollen.
So reagierte Gysi auf die Forderung Rödders nach „Roten Linien“ statt einer Brandmauer – also einem Ende der vollständigen politischen Ausgrenzung der AfD – mit Empörung und einem Vergleich zur Machtergreifung der Nationalsozialisten: In Hitlers erster Regierung saßen neben zwei NSDAP-Mitgliedern vor allem Bürgerliche – „Und was ist daraus geworden?“, fragte der ehemalige Linken-Chef.
Die mutmaßlichen CDU-Stimmen für den Landtagspräsidenten der AfD, Tobias Rausch, verurteilte Gysi aufs Schärfste und erhob schwere Vorwürfe gegen die Christdemokraten. Die Wahl sei für ihn eine „Zäsur“ – eine „noch schlimmere Zäsur“ werde die Wahl des Ministerpräsidenten sein, sagte der Bundestagsabgeordnete voraus. Auch dass die CDU dem SPD-Kandidaten für das Vizeamt im Landtag, Armin Willingmann, offenbar in Teilen die Unterstützung versagt hat, kritisierte Gysi.
EU-Parlament: u.a. Aussprache zum mehrjährigen Finanzrahmen 2028-2034 | 07.10.24











