Chinesische Unternehmen drängen mit Nachdruck auf den deutschen Markt – zum einen durch eine stetig wachsende Menge an Importen, zum anderen durch die gezielte Übernahme deutscher Firmen. Auf Bundesebene geht man jedoch inzwischen vermehrt gegen den strategischen Zugriff chinesischer Investoren vor – der jüngste Fall betrifft die Logistik am Hamburger Hafen.
Wie Anfang der Woche bekannt wurde, hat die Bundesregierung den Verkauf von 80 Prozent der Anteile der Spedition Konrad Zippel an den chinesischen Großkonzern Cosco untersagt. Der Verkauf der Anteile war eigentlich bereits im Dezember vereinbart worden. Im Februar hatte das Bundeskartellamt der Übernahme noch zugestimmt. Ende April kam dann erstmals Widerstand auf, als das Bundesamt für Verfassungsschutz Bedenken gegen die Übernahme äußerte.
Nun teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit, dass die Transaktion nicht zustande kommt. „Grund für die Untersagung sind Sicherheitsbedenken“, heißt es aus dem Ministerium. Nach Einschätzung des Bundes hätte der Verkauf Zippels an Cosco Abhängigkeiten vertieft und die Stabilität der Lieferketten Deutschlands und der Europäischen Union gefährdet. Deutschland heiße als größte Volkswirtschaft Europas zwar ausländische Investitionen willkommen. Gleichzeitig könne es aber auch Investitionen – wie die in Zippel – geben, die die Sicherheit des Landes gefährden.
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