Von einem „sicherheitsrelevanten Vorfall“ werden Netzbetreiber wahrscheinlich noch sprechen, wenn der erste Strommast bereits in der Landschaft liegt. Was am Umspannwerk Turnow-Preilack nahe dem brandenburgischen Kraftwerk Jänschwalde entdeckt wurde, lässt sich erheblich kürzer beschreiben: Jemand hat mit Sprengstoff bestückte Raketen auf das deutsche Stromnetz geschossen.
Die Polizei rückte am Dienstag zunächst wegen einer möglichen Sachbeschädigung an einer Leitung an. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte mehrere sogenannte unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen. Spezialisten mussten sie entschärfen, das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen. Nach Informationen der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ handelte es sich um mutmaßlich selbstgebaute Vorrichtungen, mit denen sprengstoffbestückte Raketen abgefeuert werden konnten.
Die MAZ berichtet aus Sicherheits- und Unternehmenskreisen, dass das Umspannwerk mehrfach getroffen worden sei. Das mutmaßliche Ziel: ein großflächiger Stromausfall. Der blieb glücklicherweise aus. Weitere Einzelheiten hat die Polizei bislang nicht vollständig bestätigt.
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