Das Brücken-Desaster in Nordrhein-Westfalen geht weiter: Die Vollsperrung der Bonner Nordbrücke bleibt weiterhin bestehen. Die Brücke muss neu gebaut werden. „Weitergehende Untersuchungen und ingenieurmäßige Bewertungen durch entsprechende Fachleute und Spezialisten“, so die zuständige Autobahn GmbH, hätten jetzt ergeben, dass ein neues Bauwerk errichtet werden muss. Die Brücke ist in einem solch maroden Zustand, dass sie nicht mehr weiter betrieben werden kann. Darüber informierte heute die Autobahn GmbH des Bundes im Lenkungskreis des Bundesverkehrsministeriums. Auch die Straßen unterhalb der Brücke müssen gesperrt bleiben.
Immerhin betonte das Bundesverkehrsministerium, dass jetzt schnelles Handeln angesagt sei. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder meinte, er wisse, „welche Belastung die Sperrung für die Menschen und Unternehmen in der Region bedeuten. Deshalb wollen wir keine Zeit verlieren und starten sofort mit den notwendigen Vorbereitungen. Schon Mitte Juli soll der Zuschlag für den Abbruch der alten Brücke erfolgen.“ Noch in diesem Jahr soll die Vergabe der neuen Brücke in Auftrag gegeben werden, und in spätestens zwei Jahren soll die neue Brücke stehen.
Dies betrifft wohlgemerkt nur die sogenannte linksrheinische Vorlandbrücke, nicht die eigentliche Strombrücke über den Rhein ebensowenig wie die rechtsrheinische Vorlandbrücke. Diese Rheinquerung ist ebenfalls aus Spannbeton gefertigt, ist nicht von den Schäden betroffen und wurde als standsicher eingestuft und soll die nächsten Jahre erhalten bleiben.
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