Der langjährige Journalist und Medienexperte Peter Welchering, ehemaliger freier Mitarbeiter des ZDF, veröffentlichte heute auf der Plattform X eine ausführliche medienethische Einschätzung dieses ZDF-Beitrags: Er lehne es ab, den vom ZDF veröffentlichten Beitrag als Video zu verbreiten, und veröffentlichte nur ein Standbild bei seinem Posting. Welchering schreibt dazu: „1. Der Beitrag stellt das mehrfache Überrollen eines Moped-Fahrers durch einen LKW dar, inklusive Zurücksetzen des LKW. 2. Das Senden einer solchen Gewaltphantasie widerspricht dem Programmauftrag des ZDF und den entsprechenden Staatsverträgen. 3. Der Beitrag ist weder als satirischer Beitrag noch als journalistischer Beitrag einzuordnen, denn die zur Anschauung gebrachte Gewaltphantasie verstößt gegen sämtliche satirische und journalistische Standards. 4. Die hier gezeigte Gewaltphantasie hat auch nichts mit einer zugespitzten Darstellung zu tun. Es handelt sich schlicht um die Visualisierung einer Gewaltphantasie.“
Der Medienethiker und Buchautor („Geschlossene Anstalt“) kritisiert dazu hart die ZDF-Führung: „Intendant, Programmdirektion und Fernsehrat des ZDF sollten diese massive Verletzung des Programmauftrags und sämtlicher Standards einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt eindeutig rügen, den Beitrag aus der Mediathek entfernen und die verantwortlichen Mitarbeiter des Senders zur Rechenschaft ziehen. Ein solcher Beitrag hätte niemals abgenommen werden dürfen!“
Hunderte weitere Kommentare auf Facebook und X folgten, viele Social-Media-User kündigten Meldungen beim Fernsehrat an: Der ZDF-Beitrag sei geschmacklos, ethisch verwerflich und unvereinbar mit dem öffentlich-rechtlichen Auftrag. Besonders widerlich in dem kurzen Video: Als der schwere Lastwagen den Mopedfahrer, der wie Ulrich Siegmund gestylt ist, mehrfach überrollt, spielt das ZDF noch Lacher aus dem Publikum ein.
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