Die Polizei Brandenburg prüft aktuell die Echtheit des Schreibens. Bestätigt sie sich, wäre der Anschlagsversuch nicht Teil einer geheimdienstlichen Hybridkriegsführung, sondern ein weiterer Terror von Linksextremisten. Wie berichtet, hatten Unbekannte unter den Höchstspannungsleitungen bei Turnow-Preilack selbstgebaute Flugkörper positioniert, die handelsüblichen Silvesterraketen ähneln. Ziel war es, leitfähiges Material – offenbar Kupferdrähte – in die Leitungen zu schießen und Kurzschlüsse auszulösen. Mehr als ein Dutzend Vorrichtungen wurden gefunden, einige explodierten, zwei Treffer gelangen. Ein Block des benachbarten Braunkohlekraftwerks Jänschwalde schaltete sich automatisch ab.
Der Netzbetreiber 50Hertz spricht von einem Anschlag auf eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen im Osten. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) meinte, die Aktion sei „kein Kinderstreich“ gewesen, man habe „verdammtes Glück gehabt“. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen des Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung.
In Bergheim bei Köln wiederholte sich dann nur Stunden später das Tatmuster: In einem Maisfeld fanden Ermittler sechs Abschussvorrichtungen. Pyrotechnik sollte einen Draht über die Oberleitungen bringen. Fünf RWE-Braunkohleblöcke mit zusammen 4200 Megawatt gingen vorübergehend vom Netz. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach von einem Angriff auf das Land. Die Parallelen zum Anschlag bei Jänschwalde seien offensichtlich. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann sagte: Bisher gebe es keinen Hinweis, „dass eine ausländische Macht dahintersteht und mit geheimdienstlichen Mitteln agiert wurde“.
NRW: Weiterer Anschlagsversuch auf Umspannwerk! Mysteriöse Sabotageserie hält Polizei in Atem | LIVE













