Sachsen-Anhalts Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz liefert eine bemerkenswerte Erklärung für die Neonazi-Vergangenheit ihres Ehemannes: Der Rechtsextremist Steffen Hupka habe sich damals ausgerechnet die „eher schlaueren“ Jugendlichen herausgepickt, um sie für die Szene zu rekrutieren. Zu ihnen gehörte offenbar auch ihr heutiger Mann David Seidlitz.
Kurz vor der Landtagswahl ist die Vergangenheit von David Seidlitz zum Wahlkampfthema geworden. In einem Interview mit der Zeit bestätigte Sziborra-Seidlitz, dass ihr Mann zwischen 1994 und 1996 einen rechten Jugendklub in Quedlinburg besuchte. Das Antifaschistische Infoblatt bezeichnete ihn 1995 als „stadtbekannten Neonazi“. Heute arbeitet Seidlitz als Regionalgeschäftsführer der Grünen für Sachsen-Anhalt Mitte.
Die Grünen-Politikerin beschreibt die damaligen Verhältnisse als „klassische ostdeutsche Kleinstadtgeschichte“. In einem Jugendklub hätten die Linken gesessen, in einem anderen seien die Jugendlichen eher rechts gewesen. Der bekannte Rechtsextremist Steffen Hupka habe den von ihrem Mann besuchten Klub aufgesucht und sich dort die „eher schlaueren unter den Jugendlichen rausgepickt“. Diese habe er anschließend für die Neonazi-Szene zu gewinnen versucht.
NRW: Weiterer Anschlagsversuch auf Umspannwerk! Mysteriöse Sabotageserie hält Polizei in Atem | LIVE













