Die neue schwarz-rote Bundesregierung verschärft ihre Migrationspolitik und will mit verstärkten Grenzkontrollen und Zurückweisungen einen neuen Kurs gegen illegale Migration durchsetzen. Doch jetzt meldet sich die Ex-Kanzlerin – und spricht sich klar gegen die Maßnahmen von Friedrich Merz aus. Mehr noch: In der restriktiveren Asylpolitik sieht Merkel einen Versuch, Europa kaputt zu machen.„Ich glaube nicht, dass wir die illegale Migration an der deutsch-österreichischen oder deutsch-polnischen Grenze abschließend bekämpfen können“, sagte Merkel am Mittwoch beim „Südwest Presse Forum“ in Neu-Ulm. Dort las sie zunächst aus ihrer Autobiografie „Freiheit“ und diskutierte anschließend mit Ulrich Becker, Chefredakteur der Südwest Presse.
Die Ex-Kanzlerin liest aus ihrem Buch „Freiheit“ vor.
Auf die Regierungspläne angesprochen, wurde Merkel deutlich: „Ich habe mich immer für europäische Lösungen eingesetzt.“ Sie betonte die Notwendigkeit, die EU-Außengrenzen zu sichern, und warnte vor nationalen Alleingängen, die den Schengen-Raum und die europäische Freizügigkeit gefährden könnten. „Weil wir sonst erleben könnten, dass uns Europa kaputt gemacht wird.“ Rund 900 Zuschauer applaudierten laut Veranstalter just in diesem Moment.
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