Der SPD-Bundestagsabgeordnete Markus Töns hat sich öffentlich für einen Rücktritt der beiden Parteichefs der Sozialdemokraten ausgesprochen. Lars Klingbeil und Bärbel Bas müssten ihre Parteiposten räumen, um eine Neuaufstellung der SPD zu ermöglichen, drückte Töns aus. „Für ein starkes Auftreten in der Zukunft brauchen wir die Trennung von Partei- und Ministeramt“, sagte er gegenüber dem Handelsblatt. Eine offene Ansprache sei „aus dem Ministeramt heraus nicht möglich“.
Töns ist direkt gewählter Abgeordneter der SPD in Gelsenkirchen – dort, im Ruhrgebiet, wo einst das Herz der Sozialdemokratie schlug. Er gehörte Ende August zu den Unterzeichnern des sogenannten Ruhr-Positionspapiers, initiiert von Lokalverbänden und Mandatsträgern der SPD aus der einst starken Industrieregion.
In diesem Papier wurden diverse Forderungen an Bundeskanzler Merz und die Bundesregierung gestellt. „Deutschland braucht Reformen. Aber Reformen sind kein Selbstzweck“, heißt es zur Einleitung. Der Bundeskanzler sollte empathischer sprechen, die sogenannte Rente mit 63 beibehalten, mehr Schulden aufnehmen und höheren oder neuen Steuern auf Gutverdiener, Vermögen und Erbschaften zustimmen.
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