Der Bundesvorsitzende der Grünen, Felix Banaszak, rechnet in einer aktuellen Pressekonferenz der Grünen mit der Reaktion von Bundeskanzler Friedrich Merz auf das Wahldesaster ab. Nach dem desaströsen Wahlergebnis der CDU „nur die Botschaft auszusenden: ‚ich mach genauso weiter wie bisher und irgendwann werden die Leute schon kapieren wie toll das ist‘“ sei „frei von Realitätsbezug!“, urteilt Banaszak.
Der Grünen-Politiker fordert: „Das ganze Land braucht eine einigermaßen aufgeräumte, stabile konservative Partei“. „Der Versuch, einen Power-Move zu machen, war letztlich nur die Darbietung eines Erosionsprozesses“, zieht der Grünen-Politiker sein Fazit. Der Bundeskanzler hätte auf das Statement am Wahlsonntag kurz nach 18 Uhr verzichten können, „und das was wir heute erlebt haben, hat es nicht besser gemacht“.
„Ich erwarte dass die Union (…) jetzt die Kurve bekommt und dass auch Friedrich Merz die Kurve bekommt“, fordert Banaszak nun den Kanzler zum Handeln auf. Das gehe nicht mit „Durchhalteparolen“ und „Kopf-durch-die-Wand“, sondern mit „ehrlicher Selbstkritik“. Merz müsse sich, so Banaszak, die Frage stellen: „Was ist sein Anteil und was ist der Anteil der Regierungspolitik im Bund, daran dass immer mehr Menschen das Vertrauen verlieren?“
CDU stürzt ab, AfD und Linke triumphieren: Was nun? | unter den linden nach den Herbstwahlen









