Der nordrhein-westfälische CDU-Landesgruppenchef im Bundestag, Günter Krings, schließt eine mögliche Trennung von Kanzleramt und Parteivorsitz nicht grundsätzlich aus. Auf die Frage nach einem solchen Szenario sagte er in der ARD-Sendung Tagesschau Extra: „Es darf keine Tabus geben bei dem Thema. Man darf natürlich und muss über alles sprechen.“
Gleichzeitig verwies Krings auf frühere Erfahrungen der CDU. Eine Aufteilung der beiden Spitzenämter habe sich in der Vergangenheit nicht als besonders erfolgreich erwiesen. Für den Bundeskanzler müsse unabhängig von der Person gelten: Zuerst komme das Land, danach die Partei und erst anschließend die eigene Person. „Insofern: Nichts ist tabu.“
Eine ausufernde Debatte über einen möglichen Wechsel an der Partei- oder Regierungsspitze bringe die CDU derzeit jedoch nicht voran, meint Krings. Entscheidend sei vielmehr, „die notwendigen, lange verschleppten Reformen voranzubringen“.
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