Die „letzten Kölner“ wäre auch irreführend gewesen, denn wer weiß schon, wo die Überlebenden eines russischen Atomschlags auf Düsseldorf (Hintergrund des Überlebenstrainings laut Drehbuch von Volker und Eva Zahn) geboren wären.
Das einzige, was dem Zuschauer ein „Aha“ entlockt haben dürfte, ist die Existenz einer noch brauchbaren Bunkeranlage unter der Kölner U-Bahnstation „Kalk Post“. Durch den Krimidreh des WDR kommt ans Tageslicht, wie solide die 70er-Jahre-Überlebenstechnik doch war, und wie sauber und ordentlich die Behörden diesen Zufluchtsort für etwa 2500 Menschen all die Jahre erhalten haben. Wie das ZDF Anfang 2026 berichtete, reicht sauber alleine aber nicht, „aktuell verzeichnet die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) noch 579 öffentliche Schutzräume mit etwa 478.000 Plätzen. Voll einsatzfähig sei aber kein einziger.“
Alles andere im Sonntagsabendkrimi folgt den üblichen Mustern, nachdem vorzugsweise eine bestimmte Gruppe, die gerade noch ganz normale Verbraucher waren (wie hier zum Beispiel Gerüstbauer, Buchhalter, Elektroingenieure, Pflegekräfte) plötzlich aus nicht ersichtlichen Gründen zu gehirnamputierten Zombies werden (hier stellvertretend, die „Prepper“, an anderer Stelle mal die „Rechten“, „Ewiggestrigen“, „Abgehängten“, Polizisten oder „Eliten“), denen man am besten mit äußerstem Misstrauen begegnen sollte.
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