In der SPD wächst der Unmut über den Zustand der Partei weiter. Nun fordert ein SPD-Politiker öffentlich, frühere Führungspersönlichkeiten wieder stärker einzubinden. Frank Dudda, Oberbürgermeister von Herne sagte gegenüber Table.Briefings: „In der aktuellen Situation ist es für die SPD erforderlich, alle Talente einzubinden, über die die Partei verfügt.“ Das gelte „für Hubertus Heil ebenso wie etwa für Kevin Kühnert“.
Besonders die Nennung von Hubertus Heil dürfte in der Partei Aufmerksamkeit auslösen. Der frühere Bundesarbeitsminister gehört weiterhin dem Bundestag an und zählt zu den bekanntesten Sozialdemokraten. Nach der Bundestagswahl 2025 verzichtete Heil auf eine Kandidatur für den Vorsitz der SPD-Bundestagsfraktion. Auch für eine weitere Amtszeit als stellvertretender Parteivorsitzender trat er nicht mehr an.
Öffentlich hat Heil bislang keine Ambitionen auf eine Rückkehr in eine Spitzenfunktion erkennen lassen. Als sein Name bereits in früheren Personalspekulationen auftauchte, erklärte er, er führe keine Personaldebatten. Gleichzeitig kritisierte Heil den Zustand seiner Partei ungewöhnlich deutlich. Die SPD wirke „zu langweilig, zu behäbig und zu beliebig“, sagte er dem ZDF.
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