Ein Afghane soll in mindestens 24 Fällen im Migrationsamt in Dortmund Aufenthaltstitel und Reisedokumente manipuliert haben, um anderen Afghanen die Einreise zu ermöglichen. Das zeigt eine Recherche der Jungen Freiheit. Seit August 2025 befasst sich das Rechnungsprüfungsamt mit dem Fall. Die Behörde habe den Fall geprüft, um ihn „aufzuklären sowie das Risiko doloser Handlungen zu bewerten und zu minimieren“, heißt es in einer internen Beschlussvorlage.
Die Manipulation fiel 2025 auf, weil eine Mitarbeiterin bemerkte, dass es bei der Verlängerung von Reiseausweisen und Aufenthaltstiteln einer bereits seit Jahren anerkannten afghanischen Familie Abweichungen gab. Denn biometrische Fotos und Unterschriften im elektronischen Ausländer-Daten-Verwaltungs- und Informationssystem (ADVIS) stimmten nicht mit denen in der Papierakte überein.
Wie die Junge Freiheit berichtet, wurden bei drei Familienmitgliedern der anerkannten afghanischen Familie „Bescheinigungen über den Verlust von Ausweisdokumenten im ADVIS-Verfahren“ gespeichert, obwohl die Personen keinen Termin für eine Neuausstellung beantragt hatten.
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