Das Schicksal der subventionierten Windkraft: 23.000 Jobs in Gefahr

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Das Schicksal der subventionierten Windkraft: 23.000 Jobs in Gefahr
Bildquelle: Tichys Einblick

Gleichzeitig mit der Job-Krise droht ein Umsatzausfall von 24 Milliarden Euro, dazu könnte ein erheblicher Teil der Wertschöpfung könnte ins Ausland abwandern – das ist das Ergebnis einer neuen Analyse des Marktforschungsunternehmens wind:research im Auftrag des Bundesverbands Windenergie Offshore (BWO).

Für diese Entwicklung nennen die Windkraft-Lobbyisten gegenüber dem Handelsblatt folgende Gründe: Seit zwei Jahren ist in Deutschland kein einziges neues Offshore-Windparkprojekt mehr auf den Weg gebracht worden. Verschobene Ausschreibungen, verzögerte Netzanschlüsse und unsichere Großprojekte haben die Auftragsbücher vieler Zulieferer geleert. Projekte mit einer Gesamtleistung von mindestens 16 Gigawatt stehen auf der Kippe. Konzerne wie BP und TotalEnergies prüfen die Rückgabe von Konzessionen für bereits ersteigerte Flächen in der Nordsee. Die ursprünglich für 2026 geplanten Ausschreibungen wurden auf 2027 verschoben oder blieben ganz ohne Gebote – so wie die Auktion im August 2025.

Die Ursachen sind ein gefährlicher Mix aus massiv gestiegenen Material- und Baukosten, hohen Zinsen und unsicheren politischen Rahmenbedingungen. Nach Branchenschätzungen gehen inzwischen bis zur Hälfte der Kosten für Bau und Betrieb eines Windparks auf See für die Finanzierung drauf. Gleichzeitig hat sich die Verhandlungsmacht zunehmend zu den Turbinenherstellern verschoben. GE Vernova nimmt keine neuen Aufträge mehr an; auf dem europäischen Markt bleiben de facto nur noch Siemens Gamesa und Vestas. Der BWO-Vorstandsvorsitzende Benedikt Scheel warnt in der FAZ noch deutlicher: „Wenn wir nicht handeln, könnten 34.000 der 49.000 Arbeitsverhältnisse verloren gehen. Das sind Fachkräfte, Jobs auf Produktionsstandorten und bei mittelständischen Unternehmen, die wir für den Erhalt einer breiten Industrie brauchen – von der Hafenwirtschaft über die Stahlindustrie bis zu Werften in Rostock und Papenburg und bei Technologiekonzernen.“

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