Weil Dokumente nicht gegendert wurden: Mitarbeiter weigern sich, Papiere an Wadephul weiterzuleiten

vor etwa 2 Stunden

Weil Dokumente nicht gegendert wurden: Mitarbeiter weigern sich, Papiere an Wadephul weiterzuleiten
Bildquelle: Apollo News

Im Auswärtigen Amt spitzt sich aktuell ein Konflikt zu, der die Arbeit der Behörde offenbar massiv lähmt. Zwei hochrangige Beamtinnen sollen bewusst Anweisungen von Bundesaußenminister Johann Wadephul ignoriert und zentrale Dokumente zurückgehalten haben. Auslöser ist die von Wadephul verfügte Abschaffung des Genderns mit Sonderzeichen – eine Kehrtwende gegenüber der Baerbock-Ära.

Die Bild spricht von einem „Sabotage“-Vorwurf. Die betroffenen Frauen leiten die Abteilungen Kultur sowie Globale Ordnung und hätten sich geweigert, die neuen Sprachvorgaben mitzutragen. Statt genderfreie Texte zu genehmigen und an Staatssekretäre sowie den Minister weiterzuleiten, ließen sie die Unterlagen schlicht liegen. Erst als wichtige Papiere im Ministerbüro nicht eintrafen, fiel der stillgelegte Arbeitsablauf auf. Das Auswärtige Amt bestreitet die Vorgänge nicht, heißt es in dem Bericht.

Bereits im Juli hatte Wadephul im Intranet klargestellt: Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich innerhalb von Wörtern sind im amtlichen Schriftverkehr nicht zulässig. Begründung: Solche Zeichen seien nie Teil des offiziellen Regelwerks der deutschen Rechtschreibung gewesen. Erlaubt bleiben hingegen Paarformen wie „Bürgerinnen und Bürger“ oder Begriffe wie „Mitarbeitende“. Auch die Schreibweise „Mitarbeiter/innen“ bleibt gestattet, nicht aber „Kolleg/innen“, da „Kolleg“ allein nicht lesbar sei.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Apollo News

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Apollo News zu lesen.

Weitere Artikel