Wegen „Geheimplan“-Recherche: Correctiv-Journalist gerät bei Lanz in Erklärungsnot

vor 2 Monaten

Wegen „Geheimplan“-Recherche: Correctiv-Journalist gerät bei Lanz in Erklärungsnot
Bildquelle: Apollo News

Der Correctiv-Journalist Marcus Bensmann war am Donnerstag zu Gast bei Markus Lanz im ZDF. Dort sah er sich kritischen Nachfragen des Moderators zur sogenannten „Geheimplan“-Recherche ausgesetzt. Als Lanz ihn auf die Kritik an der Correctiv-Darstellung ansprach, wonach bei dem Treffen fälschlicherweise die millionenfache Vertreibung deutscher Staatsbürger geplant worden sei, geriet Bensmann sichtbar in Erklärungsnot.

In der Sendung geriet vor allem der Epilog des initialen Correctiv-Berichts in den Fokus. In diesem hieß es: „Es bleiben zurück: (…) Ein ‚Masterplan‘ zur Ausweisung deutscher Staatsbürger; also ein Plan, um die Art. 3, Art. 16 und Art. 21 des Grundgesetzes zu unterlaufen.“ Als sich Bensmann zu dieser Aussage, die mittlerweile durch das Landgericht Berlin II als unzulässige Tatsachenbehauptung eingeordnet wird, äußern sollte, geriet er ins Schlingern.

So erklärte er, die ebenfalls anwesende AfD-Abgeordnete Gerrit Huy habe der Darstellung von Correctiv eine „Wahrhaftigkeitsmedaille“ verliehen, indem sie wegen einer vermeintlich verdeckten Aufzeichnung der Veranstaltung Anzeige erstattet habe. Dass Huy zunächst von einer solchen Aufnahme ausgegangen sei, zeige, dass sie den Bericht anfangs offenbar für authentisch gehalten habe. Es sei widersprüchlich, zunächst eine heimliche Aufzeichnung zu vermuten und Correctiv später der Lüge zu bezichtigen.

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